"Polypenoperation" (Entfernung der Rachenmandeln/Adenotomie)

 

Die "Polypen" (Adenoide; Rachenmandel) sind Gewebe das normalerweise der Immunabwehr dient und im Nasenrachen sitzt. Der Nasenrachen befindet sich hinter der Nase. Von der Mundhöhle aus erreicht man ihn "hinter dem Zäpfchen nach oben". Im zweiten bis sechsten Lebensjahr kommt es häufig zu einer übermäßigen Vermehrung dieses Gewebes durch häufige Infekte. Das hat zur Folge, dass die Nase von hinten verschlossen wird. Die betroffenen Kinder können nicht mehr richtig durch die Nase atmen und haben den ganzen Tag den Mund geöffnet und schnarchen nachts. Dazu kommt eine Verschlechterung der Belüftung des Ohres über die Tube, so dass häufig ein Paukenerguss auftritt. Immer wieder treten Infekte der oberen Atemwege auf

(Schnupfen, Bronchitis ...).

 

Wenn sich die "Polypen" als dauerhaft vergrössert erweisen kann es notwendig werden sie zu entfernen (Adenotomie). Diese Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Meist ist kein Krankenhausaufenthalt notwendig, sondern die Kinder können bereits wenige Stunden nach der Operation wieder nach Hause mitgenommen werden.Häufig ist es sinnnvoll die Operation mit der Einlage von Paukenröhrchen zu verbinden.

 

Nach der Operation sind die Kinder in der Regel bereits am Folgetag wieder sehr fit. Die Atmung bessert sich meist innerhalb von Tagen deutlich. Negative Folgen durch die Entfernung der Polypen sind nicht zu erwarten. Als Komplikation kann selten am Operationstag eine Nachblutung auftreten, die evtl. in einer erneuten Narkose versorgt werden muss. Im Heilungsverlauf kann es manchmal zu Entzündungen kommen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen.